Was ist ein Sicherheitsnachweis? Alles, was Eigentümer wissen müssen

Was der Sicherheitsnachweis (SiNa) ist, wann Sie ihn brauchen, wer ihn ausstellt, was er enthält und wie lange Sie ihn aufbewahren müssen.

Timur Ilkhan, Geschäftsführer · · 2 Min. Lesezeit

Ausschnitt aus einem Sicherheitsnachweis-Formular

Wer in der Schweiz eine Liegenschaft besitzt oder eine Elektroinstallation erstellen lässt, begegnet früher oder später dem Sicherheitsnachweis, kurz SiNa. Was steckt dahinter, wann brauchen Sie ihn und wer darf ihn ausstellen?

Was ist ein Sicherheitsnachweis?

Der Sicherheitsnachweis ist das Dokument, mit dem Sie belegen, dass Ihre elektrische Installation den Vorschriften der Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV) und den Regeln der Technik entspricht. Er hält das Ergebnis der Kontrolle fest und wird dem Netzbetreiber eingereicht.

Wann braucht es einen Sicherheitsnachweis?

  • Nach einer neuen Installation oder einer Änderung: Der Elektroinstallateur führt eine Schlusskontrolle durch und hält das Ergebnis im Sicherheitsnachweis fest.
  • Bei Installationen mit einer Kontrollperiode unter 20 Jahren und bei PV-Anlagen: Zusätzlich braucht es innert sechs Monaten eine Abnahmekontrolle durch ein unabhängiges Kontrollorgan. Bei Wohnbauten mit 20-jähriger Periode genügt die Schlusskontrolle des Installateurs.
  • Nach Ablauf der Kontrollperiode: Der Netzbetreiber fordert Sie auf, einen neuen Sicherheitsnachweis einzureichen, siehe Periodische Elektrokontrolle.
  • Beim Eigentümerwechsel: Bei Installationen mit 10- oder 20-jähriger Periode, wenn die letzte Kontrolle mehr als fünf Jahre zurückliegt.

Wer stellt ihn aus?

Verantwortlich ist der Eigentümer der Installation. Er beauftragt bei der periodischen Kontrolle und der Abnahmekontrolle ein unabhängiges Kontrollorgan mit Kontrollbewilligung des ESTI. Wer an Planung, Erstellung oder Änderung der Installation beteiligt war, darf diese Kontrollen nicht durchführen. So bleibt die Prüfung neutral.

Was steht im Sicherheitsnachweis?

Laut NIV enthält der Sicherheitsnachweis mindestens:

  • Adresse der Installation und des Eigentümers
  • Beschreibung der Installation mit den angewendeten Normen
  • die Kontrollperiode
  • Name und Adresse des Installateurs und das Ergebnis seiner Schlusskontrolle
  • bei Abnahme- und periodischen Kontrollen Name und Adresse des Kontrollorgans und das Ergebnis seiner Kontrolle

Dazu gehört das Mess- und Prüfprotokoll mit den Messwerten. Der Sicherheitsnachweis wird von den Personen unterzeichnet, welche die Kontrolle durchgeführt haben. In der Regel braucht es pro Zähler einen Sicherheitsnachweis.

Was gilt bei Mängeln?

Stellen wir bei der Kontrolle Mängel fest, lassen Sie diese von einem Elektroinstallateur beheben. Erst danach kann der Sicherheitsnachweis abgeschlossen und eingereicht werden. Mehr dazu unter Elektrokontrolle nicht bestanden.

Wie lange muss ich ihn aufbewahren?

Die Grundlagen des Sicherheitsnachweises müssen Sie mindestens während einer Kontrollperiode aufbewahren, die technischen Unterlagen der Installation während ihrer ganzen Lebensdauer. Auf Verlangen müssen Sie den Sicherheitsnachweis vorlegen können.

Fazit

Der Sicherheitsnachweis ist das zentrale Dokument jeder elektrischen Installation. Er belegt, dass Ihre Anlage geprüft und sicher ist, gegenüber dem Netzbetreiber, der Versicherung und beim Verkauf. Bewahren Sie ihn gut auf.

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Quellen