Elektrokontrolle nicht bestanden – was passiert bei festgestellten Mängeln?
- Timur Ilkhan

- 9. März
- 2 Min. Lesezeit

Viele Eigentümer sind unsicher, was passiert, wenn bei einer Elektrokontrolle Probleme entdeckt werden. Muss man sofort handeln? Wird der Strom abgeschaltet? Und wer ist eigentlich verantwortlich für die Behebung der Mängel?
Die gute Nachricht: In den meisten Fällen läuft der Prozess klar geregelt und strukturiert ab. In diesem Beitrag erklären wir Schritt für Schritt, was passiert, wenn bei einer Elektrokontrolle Mängel festgestellt werden.
Warum werden Mängel überhaupt festgestellt?
Eine Elektrokontrolle dient dazu, sicherzustellen, dass elektrische Installationen den gesetzlichen Anforderungen entsprechen und keine Gefahr für Menschen oder Gebäude darstellen.
Dabei prüft der Kontrolleur unter anderem:
Schutzmassnahmen gegen elektrischen Schlag
Funktion von FI-Schutzschaltern
Zustand von Leitungen und Steckdosen
Erdung und Potentialausgleich
Sicherungen und Schutzgeräte
Zustand von Verteilungen
Gerade bei älteren Gebäuden oder stark genutzten Anlagen werden häufig Abweichungen von den aktuellen Normen entdeckt.
Der Mängelbericht
Wenn bei der Kontrolle Probleme festgestellt werden, erstellt der Elektrokontrolleur einen Mängelbericht. Darin werden alle festgestellten Punkte dokumentiert.
Der Bericht enthält typischerweise:
Beschreibung der festgestellten Mängel
Einordnung der Gefährdung
Hinweise zur notwendigen Behebung
eine Frist zur Behebung der Mängel
Dieser Bericht wird dem Eigentümer der Anlage zugestellt. Gleichzeitig wird in vielen Fällen auch der Netzbetreiber informiert.
Wer ist für die Behebung verantwortlich?
Verantwortlich für die Behebung der Mängel ist grundsätzlich der Eigentümer der elektrischen Anlage.
Die Reparatur oder Anpassung darf jedoch nur durch einen konzessionierten Elektroinstallationsbetrieb durchgeführt werden. Der Elektrokontrolleur selbst darf die Mängel in der Regel nicht beheben, da Kontrolle und Installation getrennt sein müssen.
Welche Fristen gelten?
Für die Behebung der Mängel wird eine Frist festgelegt. Diese hängt von der Dringlichkeit der festgestellten Probleme ab.
Typische Fristen können sein:
sofort bei gefährlichen Mängeln
wenige Wochen bei sicherheitsrelevanten Problemen
mehrere Monate bei weniger kritischen Abweichungen
Die Frist wird im Mängelbericht klar angegeben.
Was passiert nach der Mängelbehebung?
Nachdem die Mängel durch einen Elektroinstallateur behoben wurden, muss dies dokumentiert werden. In manchen Fällen ist eine Nachkontrolle erforderlich.
Erst wenn alle Mängel behoben sind, kann der Sicherheitsnachweis vollständig abgeschlossen werden.
Was passiert, wenn Mängel nicht behoben werden?
Werden die festgestellten Mängel nicht innerhalb der Frist behoben, kann der Netzbetreiber weitere Schritte einleiten. Dazu können gehören:
Mahnungen oder Fristverlängerungen
Meldung an die zuständige Behörde
im Extremfall Einschränkungen oder Abschaltung des Anschlusses
Solche Situationen lassen sich jedoch in der Regel leicht vermeiden, wenn die Mängel zeitnah behoben werden.
Fazit
Mängel bei einer Elektrokontrolle sind nichts Ungewöhnliches. Sie sind vielmehr ein wichtiger Hinweis darauf, dass eine Anlage verbessert werden muss, um dauerhaft sicher betrieben werden zu können.
Wer die festgestellten Punkte ernst nimmt und fristgerecht beheben lässt, sorgt nicht nur für mehr Sicherheit, sondern schützt auch seine Immobilie und deren Bewohner.
Eine Elektrokontrolle ist deshalb kein Risiko – sondern ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit.




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